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Dr. med. Alexander Thiele

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© 2010 Dr. med. Alexander Thiele

Schnarchen und Schlafapnoe

Welche Formen gibt es ?

Hinter einem anscheinend harmlosen – wenn auch störenden – Schnarchen kann sich eine sogenannte Schlafapnoe verbergen. Anzeichen können eine ausgeprägte Tagesmüdigkeit und Leistungsabfall sein. Manchmal wachen Patienten von den eigenen Atempausen sogar mitten im Schlaf auf oder der/die Bettpartner/in bemerkt die nächtlichen Atemaussetzer.

 

Untersuchung

In jedem Fall sollte eine Vorstellung beim Arzt erfolgen und eine sogenannte Polygraphie, dass heißt eine ambulante Schlafüberwachung, eingeleitet werden. Dabei erhalten Sie ein Gerät mit nach Hause, welches während des Schlafes verschiedenste Parameter aufzeichnet. Nach dieser Nacht kann man mit hoher Sicherheit sagen, in wie weit es sich hierbei um die Erkrankung Schlafapnoe oder „nur“ sozial störendes Schnarchen handelt.

 

Risiken

Vorstellen muss man sich eine solche Schlafapnoe, als ob man im Schlaf gewürgt wird und trotzdem versucht, Luft zu schnappen. Dabei sind die inneren Organe enormen Belastungen unterworfen und der Körper leistet während der Nacht Schwerstarbeit. Das erklärt auch verschiedenste internistische Erkrankungen (z.B. Bluthochdruck, erhöhtes Risiko von Herzinfarkt und Durchblutungsstörungen im Gehirn), die dadurch hervorgerufen oder zumindest gefördert werden können.

 

Behandlung

Sollte ein solches Schlafapnoe festgestellt worden sein, gibt es je nach Ausprägung, Beschwerdebild sowie sozialen und beruflichen Faktoren verschiedene Behandlungsoptionen. Dies variiert von allgemeiner „Schlafhygiene“ – regelmäßigen Bettzeiten, Verzicht auf Alkohol und Nikotin, Gewichtsabnahme – über mögliche Hilfsmittel zur Erweiterung der Atemwege bis hin zu Operationen. Zum Teil müssen Patienten im Schlaflabor stationär weiter untersucht und ggf. eine sog. CPAP-Maske verordnet werden. Diese sorgt optimal für die Weitstellung der oberen Atemwege um Schnarchen und vor allem Atemaussetzer zu verhindern.

 

Wo liegen aber die Ursachen für diese ganze Problematik?

Der HNO-Arzt spielt im Netzwerk der Beteiligten eine wichtige Rolle. Es gilt herauszufinden, ob es in den oberen Atemwegen Engstellen (Mandeln, Zäpfchen, Gaumen, Zunge, Kehlkopf) gibt, wo das Gewebe im Schlaf kollabiert und zu Atemaussetzern oder Schnarchen führt. Der Nase kommt – obwohl sie für das Problem nicht in erster Linie verantwortlich ist – eine wichtige Funktion zu. Denn muss der Patient auf Grund einer nur eingeschränkt möglichen Nasenatmung während der Nacht den Mund öffnen, fördert dies den Gewebekollaps in den Atemwegen. Kann man hingegen den Mund während des Schlafes aber geschlossen halten, ist das Risiko von Schnarchen und z.T. Schlafapnoe geringer.

 

Schnarchen stört und Schlafapnoe macht krank. Lassen Sie sich untersuchen!

Sie erahnen: das Problem ist komplex und für jeden Patienten ist ein ganz individuelles Therapiekonzept von Nöten.

 

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